Wie wählt man die richtige Dampfsperre oder Dampfbremse für eine Dämmung aus?

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mimosa
Beiträge: 331
Registriert: Montag 17. Juni 2024, 19:10
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Wie wählt man die richtige Dampfsperre oder Dampfbremse für eine Dämmung aus?

Beitrag von mimosa »

Hallo,

ich möchte bei einer geplanten Dämmung darauf achten, dass keine Feuchtigkeitsprobleme innerhalb der Konstruktion entstehen. Dabei lese ich immer wieder von Dampfsperren und Dampfbremsen. Mir ist jedoch noch nicht ganz klar, wie sich beide Varianten unterscheiden und anhand welcher Kriterien man entscheidet, welche Folie für einen bestimmten Dach-, Wand- oder Bodenaufbau geeignet ist. Könnt ihr mir das erklären?

Beachgirl
Beiträge: 341
Registriert: Samstag 8. Juni 2024, 19:09
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Re: Wie wählt man die richtige Dampfsperre oder Dampfbremse für eine Dämmung aus?

Beitrag von Beachgirl »

Hallo,

der wichtigste Unterschied liegt im Widerstand gegenüber Wasserdampfdiffusion. Dieser wird durch den sd-Wert beschrieben. Je höher der sd-Wert ist, desto weniger Wasserdampf kann das Material passieren. Nach der von ALFiPa dargestellten Einteilung gemäß DIN 4108-3 gelten Materialien bis 0,5 m als diffusionsoffen, zwischen 0,5 und 1.500 m als diffusionshemmend beziehungsweise Dampfbremse und ab 1.500 m als diffusionsdicht beziehungsweise Dampfsperre.

Dampfsperren werden laut ALFiPa häufig aus echten Metallfolien wie Aluminium hergestellt und sind nahezu undurchlässig für Wasserdampf. Dampfbremsen können dagegen beispielsweise aus metallisiertem PET oder PP bestehen und lassen eine kontrollierte Diffusion zu. Bestimmte Ausführungen ermöglichen dadurch auch eine begrenzte Rücktrocknung des Bauteils.

Unter dem Stichwort Dampfbremse findet man einen ausführlichen Überblick über Dampfsperren, Dampfbremsen, Materialien und mögliche Einsatzbereiche. Im Gebäudebereich werden entsprechende Folien beispielsweise bei Dächern, Innenwänden und Böden eingesetzt.

Mindestens genauso wichtig wie die Materialwahl ist eine luftdichte Verarbeitung. Überlappungen und Anschlüsse müssen sorgfältig ausgeführt werden, da feuchtwarme Luft durch Leckstellen in kalte Bereiche der Dämmung gelangen und dort kondensieren kann. Mögliche Folgen sind Schimmel, eine schlechtere Dämmwirkung und Schäden an Holz- oder Metallbauteilen.

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